M2M Summit: Konnektierte Geschäftsprozesse im Fokus

(Bild: M2M Alliance e.V.) (Bild: M2M Alliance e.V.)

Düsseldorf, 18.11.2014 – Auf dem diesjährigen M2M Summit, stand der Informationsaustausch für Unternehmen, die M2M nutzen möchten, im Vordergrund. 800 Besucher aus über 35 Ländern besuchten diesmal die nun zweitätige Veranstaltung.  So erwies sich das Motto „From Technology to Business“ als passend.

Auf Europas größter Veranstaltung ihrer Art war auf dem Kongress und den Ständen war die bereits allgegenwertige Technologie, die Anwendern viele Vorteile bringt, allgegenwärtig. M2M-Anwendungen gehören zunehmend zum Alltag, seitdem die Anwender den Nutzen für sich erkennen und neue Technologien akzeptieren.

„Heute beginnen die M2M-Projekte nicht mehr in der IT-Abteilung, sondern im Management. Der Nutzen für das Unternehmen steht jetzt wesentlich stärker im Fokus der Überlegungen“, so Eric Schneider, 1. Vorsitzender der M2M Alliance. Dies spiegelte sich auch bei den Ausstellerthemen wieder. Im Folgenden ein Marktüberblick:

Bei der Frage nach dem out-of-the-box-Support für spezielle Branchen und Industrien, stellte die LionGate AG in ihrer Studie fest, dass inzwischen in allen großen Branchen produktive Installationen bestehen und ein breites Angebot angeboten wird. Sortiert man diese Branchen jedoch nach der Häufigkeit der Nennungen, stellt sich das Bild so da: Der Bereich Energy führt die Anwendungsbereiche an. Die Diskussionen um Smart Metering und die Energiewende sind seit Jahren im Gange. Auch Transport & Logistics auf dem zweiten Platz ist keine Überraschung. Diese Branche ist mit M2M-Lösungen zu Fahrzeugen und Gütern (Bsp. Track & Trace) schon seit Jahren sehr aktiv. Auch der dritte Platz „Automotive“ ist eine sehr aktive M2M Branche. Mit Security rundet sich diese Spitzengruppe ab, für die jeder zweite Plattformanbieter out-of-the-box Angebote bereithält. Das entspricht dem Bild, dass in diesen vier Branchen die längsten Erfahrungen bei M2M Lösungen bestehen, die wiederum die out-of-the-box Lösungen geformt haben. Aber auch die anderen Branchen und Industrien sind nicht unbedeutend, wird hier doch ebenfalls eine signifikante Menge an Angeboten bereitgehalten.

So halten die fehlende, umfassende Referenzarchitektur sowie der Wunsch nach einer besseren Standardisierung den Vormarsch der M2M Plattformanbieter nicht auf.

Solair aus Italien nahm zum ersten Mal an diesem europäischen Branchenevent teil. Laut Tom Davis, CEO bei Solair “ist es im IoT wichtig, alle Daten, die von Sensoren und Geräte gesammelt werden, zu berücksichtigen, um zu verstehen, wie welchen Wert sie schaffen“. Die Solair Plattform ermöglicht dies schnell und einfach als Software as a Service.

Einer der Vordenker des „Internet of Things“ (IoT) ist Clayster mit der Vision eines “Internet For Things“. Statt Maschinen bloß zu verbinden (M2M) strebt die Firma standardisierte Mechanismen eines „Open Internet“ an, die Architekturen, Sicherheit und Lifecycle Management für verbundene Geräte, Umgebungen ermöglichen, auch für ein Semantische Web Technologien und Grid Computing. Das Protokoll XMPP soll eine „Unified Communication for IoT“ schaffen.

Als etablierter Anbieter der ersten Stunde von Business-Lösungen „alles aus einer Hand“ stellte sich Telenor Connexion vor. Andrea Sroczynski, Geschäftsführerin der DACH-Region, sieht den kleinteilig verstreuten M2M-Markt im Gespräch gelassen: Europaweites Roaming, Anbieterunabhängigkeit, durchgängige Lösungen und jahrzehntelange Erfahrung – nicht nur im Automotive-Business – zählen für international tätigen Unternehmen mehr als Teillösungen einzelner. Zusammen mit Volvo, Nissan, Scania, Hitachi, Securitas Direct und Telcare bietet Telenor Connexion durchgehende Geschäftsprozesse via Mobilfunk an.

Cumulocity, ein Kunstwort aus ‘Cumulus’ (“Wolke”) und ‘Velocity’ (Geschwindigkeit), nach dem sich die Nokia Siemens Networks-Ausgründung benennt, will mehr sein als ein Cloud-basierter Konnektiviätsanbieter. Die Cumulocity GmbH konzentriert sich auf die innovativen Softwarelösungen auf Basis von Cloud-Technologie für den M2M-Markt. Damit wurden neue Industriestandards gesetzt und ihr Kernprodukt “Cumulocity Conduct” erhielt bereits zahlreiche Auszeichnungen. Die Cloud-basierte M2M-Anwendungsplattform hilft Unternehmen, ihre M2M-Geräte schnell in die Wolke zu bringen mit minimalen Kosten. Sie ermöglicht die individuelle Anpassung und Visualisierung der Daten mittels einfacher, offener APIs und ohne Programmierkenntnisse.

Beachtenswert war auch das Konzept Bitreactive aus Norwegen: “Eine M2M-Anwendung erfordert auch ein Gateway. Gateway-Anwendungen sind schwer zu konzipieren, da sie gleichzeitig mit vielen anderen Geräten und Schnittstellen kommunizieren, die aus der Ferne überwacht und zuverlässig und autonom arbeiten. Ein Modul muss auch nicht zweimal erfunden werden. Also kombiniert Bitreactive diese als sog. Reactive Blocks. Änderungen lassen sich leicht in den einzelnen Blocks aktualisieren, die APIs bleiben bestehen. Die „Bausteine“ werden in Java-Code geschrieben.

M2M als Managed Services hat sich Wyless auf die Fahnen geschrieben. Neben der weltweiten Verbindung von Unternehmenslösungen standen auf dem Summit Applikations-spezifische Lösungen im Vordergrund.

Mit seinen neuen Asset Tracking-Modulen präsentiert Hirschmann Solutions innovative Nachrüst-Module zur sicheren Überwachung von Container-Ladungen und Transport im Güterverkehr. Das Asset Tracking-Modul lässt sich schnell und sicher etwa in einem Stahl-Falz der Container-Tür befestigen. Ein integrierter Sicherheitssensor schützt vor Manipulation und Diebstahl. Die benötigte Energie liefert ein kratz- und stoßfestes Solarpanel im Zusammenspiel mit einem innovativen Batteriekonzept, die eine Einsatzdauer von bis zu 15 Jahren bietet. Auch Rosenberger Hochfrequenztechnik stellte ein energieautarkes Telematik-Gerät vor.

Das serbische Systemhaus Geneko fand große Aufmerksamkeit mit seinem brandneuen Genair 4G / LTE Breitband-Mobilfunk-Router. Die Serie von Industrie Cellular Routern und die der Mobilfunk-Routern bieten eine breite Palette von Anwendungsmöglichkeiten in Unternehmen, darunter Mobilfunk-Router, Fahrzeug-Telematik und mobile Zahlungssysteme.

Remoteservice in 4G, Automatisierungs- und Kommunikationstechnik in robusten Umgebungen stellten LUCOM-Partner B&B Electronics und INSYSi intelligente Sensing-Plattformen für IoT-Anwendungen vor.

Bis zum 9. M2M Summit im Oktober 2015 werden weitere Anwendungen zu sehen sein.

Quelle:

m2m-summit.com